Liebe Gemeinde,

Liebe Bienenbütteler Menschen,
haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende, Mitdenkende, Mitfühlende,

die Coronakrise bringt gerade unser aller Leben durcheinander. Das trifft auch uns als Kirchengemeinde hart: Wenigstens bis zum 19. April dürfen keine Gottesdienste, Chorproben und Gruppentreffen mehr stattfinden. Das Gemeindebüro ist nur noch telefonisch oder per Mail zu erreichen. Und auch wir Pastores sind aufgefordert, vor allem von zu Hause aus zu arbeiten. Deshalb müssen wir erfinderisch sein und nach neuen Wege suchen, um unseren Glauben zu leben und miteinander in Verbindung zu bleiben. Mit dieser Email laden wir Euch ein, dabei mitzumachen.

Ein wichtiger Ort wird in den nächsten Wochen die Website www.kirche-wichmannsburg.de sein. Einen direkten Link findet ihr natürlich auch unter www.kirche-bienenbuettel.de.
Außerdem haben wir als verbundene Kirchengemeinden ab sofort einen Instagram-Account (mit dem Namen „drei.ritter„) / und freuen uns über jede*n Follower*in. (Instagram ist eine App, die auf allen handelsüblichen Smartphones vorinstalliert ist. Ihr müsst Euch nur registrieren – und los geht’s.)

Auf der Website und auf Instagram findet Ihr unsere aktuellen Angebote für die nächsten Wochen:

  • Sonntagszeit: Ein kleiner Gottesdienst zum Anhören und Mitfeiern. Mit Musik und Stimmen von Menschen aus unseren Gemeinden. Ab Sonntag früh eine Woche lang zum Download.
  • Zeit zum Innehalten: Ein Bild und ein kurzes Gebet, ein Gedanke auf dem Instagram-Account. Von Montag bis Samstag, immer morgens um 9 Uhr, abends um 19 Uhr.
  • Aktion Lebensgeister: Was macht Euch gerade Freude? Was weckt und nährt Eure Lebensgeister? Zeigt es anderen! Dreht ein kurzes Video darüber (max. 3 min) – gerne auch gemeinsam mit Eurer Familie. Und schickt es an Julia Koll oder Tobias Heyden. Wir veröffentlichen es auf unserem Instagram-Account.

Unsere Senior*innen erhalten in den nächsten Tagen einen Gruß und Informationen per Post. Auch für Kinder und Familien ist noch etwas in Vorbereitung.
Für die Karwoche und Ostern gibt es bereits konkrete Ideen. Wir wollen aber erst die weitere Entwicklung abwarten und werden Euch ab 5. April entsprechend informieren.

Für Gespräche, Anliegen und Anregungen sind wir Pastores täglich erreichbar – per Telefon, Email oder Whatsapp.
Unsere Kirchengemeinden sind darüber hinaus in die Hilfe-Dienste vor Ort eingebunden. Wenn Ihr Hilfe benötigt, z.B. beim Einkaufen, oder jemanden kennt, der Hilfe braucht, gebt uns bitte einen Hinweis.

Leitet diese Mail gern auch an alle Menschen weiter, die zu unseren Gemeinden gehören und vor allem an eure Gruppen.

Bleibt behütet in dieser herausfordernden Zeit. Und auf bald – im Netz oder am Telefon!

Mit herzlichen Grüßen, auch im Namen des Kirchenvorstands

Pastorin Julia Koll & Pastor Tobias Heyden

 

Liebe Kino-Freunde,

wie Ihr/Sie sicher schon vermutet habt/haben, wird wegen der verschärften Corona-Virus-Situation bis auf weiteres kein BibÜ-Kinder-Kino im Gemeindehaus stattfinden können, das betrifft aktuell vor allem die geplante und teilweise auf Plakaten beworbenen Veranstaltung am kommenden Freitag, 20.3., diese wird definitiv ausfallen! Der Apriltermin ist derzeit auch eher unwahrscheinlich, da das Gemeindehaus bis in den April hinein geschlossen bleiben wird.

Ich melde mich sobald das Kino wieder stattfinden kann.

 

Bis dahin wünsche ich Euch/Ihnen allen möglichst virusfreie und gesegnete Zeiten!

Konzert Trio MMO – Veranstaltung des Kulturvereins am Samstag- fällt aus !

Das Trio MMO mischt seit einigen Jahren die deutsche Jazz-Szene gehörig auf und begeistert Zuhörer aller Altersklassen. Touren mit amerikanischen Jazz-Stars , Konzerte auf Festivals wie z.B. dem Elbjazz, oder JazzBaltica oder kürzlich sogar in der Elbphilharmonie haben mächtig Eindruck hinterlassen. Gerade ist das zweite Album in Arbeit. 2018 wurde die Platte „The Hiker“, welche zusammen mit dem New Yorker Saxofon-Star Chris Cheek aufgenommen wurde, veröffentlicht.

Äthiopienreise

Mitte Januar durften wir zwei Wochen zu Gast in Äthiopien sein – gemeinsam mit Pastor Kurt Jürgen Schmidt waren wir die „Bienenbütteler Delegation“ unserer 13-köpfigen Reisegruppe. Voller Eindrücke, wunderbarer Erlebnisse und mit vielen Bildern im Gepäck sind wir nun wohlbehalten zurückgekehrt und möchten unsere Reiseerlebnisse gerne mit Ihnen/ Euch teilen.

Wir laden daher herzlich zu einem Äthiopien – Abend ins Gemeindehaus der St.Michaeliskirche Bienenbüttel ein, am Freitag , 20.März um 19 Uhr.

fällt aus !

Christine Oehlmann Reinhard Schelle Grote

Grüne Kreuze

Das Kreuz. Es steht wie kein anderes Symbol für das Christentum – das Holz, an das Christus geschlagen wurde und das ab jenem Tag das Erkennungszeichen jener war, die sich entgegen aller Verfolgung und Repression zu ihm bekannten. Und das Zeichen, unter das wir heute unsere Toten betten und das für all das Gute am Christentum steht. Fährt man derzeit an Feldern vorbei, wird man auch in unserer St. Michaelisgemeinde auf so manchem ein grünes Kreuz erblicken. Warum? Tatsächlich haben diese Kreuze nichts mit einer spontanen Welle symbolischer Bekenntnis zum Christentum zu tun sondern einen weitaus weltlicheren Hintergrund. Der Auslöser hierzu lag in der Politik. Im September vergangenen Jahres wurde vom Bundeskabinett ein neues Agrarpaket verabschiedet, welches als Hauptmaßnahmen die Umschichtung von Subventionen, ein staatliches Tierwohllabel und Klimaschutzmaßnahmen inklusive eines Insektenschutzprogrammes vorsieht. Gerade hinsichtlich des drastisch ansteigenden Insektensterbens (dessen Langzeitfolgen geläufig sein sollten) und der ebenso steigenden Verunreinigung des Grundwassers scheinen derartige Maßnahmen notwendig. Für viele kleinere und familiengeführte landwirtschaftliche Betriebe geht jedoch mit den neuen Verordnungen existenzielle Angst einher, da diese, beispielsweise durch neue Düngeverordnungen, die Produktion auf Acker und Stall immens erschwerten und teils nahezu ökonomisch unmöglich machten. Diverse Kleinbetriebe, welche jetzt bereits wirtschaftlich enorm unter Druck stehen, sehen daher eine neue Welle des Höfesterbens auf sich zukommen. Sie fühlen sich in ihren Sorgen von Politik und Gesellschaft ignoriert und bei einer Lösungfindung von Seiten der Bundesregierung missachtet. Grün, die Farbe der Hoffnung. Das Kreuz, genauso ein Symbol der Hoffnung, doch auch des Todes. In diesem Symbol drückt sich die Sicht vieler Landwirte in der derzeitigen Diskussion aus. Die Kreuze sollen eine Mahnung sein, sich den Wert der heimischen Landwirtschaft bewusst zu machen. Und sie sind eine Manifestation des Wunsches vieler Landwirte nach Respekt für ihren Berufsstand, der sich zunehmend in einem Zwiespalt zwischen Markt und Gesellschaft befindet. Bei der Konzeption der jetzigen Ausgabe des Michaelisbotens haben wir intensiv darüber diskutiert, ob und wie wir uns als Gemeindeleitung hierzu äußern sollten: Die Erhaltung der Schöpfung ist eines der wichtigsten Gebote, die die Bibel der Menschheit mit auf ihren Weg gegeben hat. Gerade heutzutage ist der Schutz von Natur und Umwelt wichtig wie nie zuvor. Viele Mitglieder unserer Gemeinde sind Landwirte oder entstammen zumindest noch einer Familie von Landwirten. In den Augen mancher mag sich ein Zwiespalt zwischen gewinnbringender Landwirtschaft und Naturschutz auftun. Aber gerade die Landwirte, welche ja auch eine gesunde Natur als Arbeitsgrundlage benötigen, haben ja genauso ein Interesse daran. Gerade hier möchten wir als Gemeinde unsere Mitglieder nicht aus den Augen verlieren, sondern zum Dialog animieren. Daher begrüßen wir als Kirchenvorstand der St. Michaelisgemeinde die Grünen Kreuze am Feldrand. Denn wir verstehen sie als eine Aufforderung zum Dialog, zur Auseinandersetzung mit einer komplexen Thematik und dazu, wenn man in dieser Angelegenheit einer festen Meinung ist, diese Meinung vielleicht zu hinterfragen – auf den anderen zuzugehen und sich seine Argumente anzuhören.

Der Kirchenvorstand

Andacht

 „Immer denken wir, das Wesentliche müsse durch unsere Hände gemacht werden, wenn etwas Entscheidendes in unserem Leben sich ereignen solle, müssten wir etwas tun. (…) Wie viel Schönheit wird überlagert durch all das, was wir glauben erledigen zu müssen! Wie viel von der Zauberkraft unseres Herzens geht zugrunde an all dem Gestampfe, Gerenne, Getrete und Gelaufe in unserem Leben! Wäre es nicht möglich, es reifte das, was wir sind, in unserer Tiefe, und wir könnten’s gar nicht erklügeln, nicht beschließen, es wäre einfach nur da?“ (Eugen Drewermann)

 

Sonnenhut und Fackellilien, Prachtscharte und Akelei. Lauter Blüten in rosa und orange, lila und zartgelb. Aber so weit ist es noch lange nicht. Noch stecken sie in beschrifteten kleinen Zellophantüten, als verschrumpelt-braune Klumpen, und alle miteinander in einer großen Box – „35 Stauden für Ihren Garten“. In den nächsten Tagen werde ich sie in die Erde bringen. Pflanzlöcher graben. Die Inhalte der einzelnen Tüten sorgsam darauf verteilen. Und dann diese kümmerlichen kleinen Andeutungen einer Pflanze wieder mit Erde zuschütten und wässern. Es ist ein Wunder, dieses Staudenleben. Dass diese Pflanzen aus der Wurzel ausschlagen, aus dem Fast-Nichts-Mehr. Und anderswo im Garten genauso. Die Hortensienbüsche, die Jahr für Jahr üppiger blühen. Frauenmantel und Fetthenne. Und auch die Apfelbäume und der Flieder. Noch vor wenigen Wochen sahen sie wie abgestorben aus. Jetzt regt sich was, überall, grüne Triebe, ein Reifen und Wachsen. Von selbst, ohne mein Tun. Was die Pflanzen angeht, so haben mich die Jahre als Hobbygärtnerin zuversichtlich gemacht. Wenn es ab und zu regnet und der Sommer nicht gar zu heiß wird, dann geschieht das Wesentliche ganz von alleine. Es reicht, dass ich schlafe und aufstehe und umherlaufe und staune. Höchstens einmal hier und dort etwas zurechtschneide. Was mein eigenes Werden angeht, bin ich weniger zuversichtlich. Da setze ich eher auf stetig zu erneuernde Listen, auf bewusste Selbstreflexion, Ratgeber und Maßnahmen. Wenn ich irgendwo Klumpen, Vertrocknetes, Unfertiges wittere, beschäftigt mich das, und ich setze darauf, es ändern zu können – durch Gestampfe und Gerenne, Vorhaben und ihre Umsetzung. Doch der Frühling hält der Selbstoptimiererin in mir den Spiegel vor: Das Reifen und Wachsen und Blühen geschieht (fast) von alleine. Was, wenn es so auch mit meinem Wachsen wäre? Mit unseren Gaben und Lebenswegen, mit dem, was wir manchmal „Schicksal“ nennen, auch mit unserem Glauben, der an einem Tag klein ist wie ein Senfkorn und am anderen eine sturmfeste Eiche? Wenn in mir „einfach da“ wäre, was ich jetzt noch nicht sehen kann und oft schmerzlich vermisse – Klarheit, Sinn, Vertrauen und Liebe… Und an mir wäre es schlicht und ergreifend, das Gestampfe, Getrete und Gelaufe zu lassen, auszuatmen, gewiss zu sein (oder zu werden), dass ich werde, dass alles wird, dass sich das Universum zweifellos entfaltet wie vorgesehen: Wie wäre das?

Fragt und wünscht einen gelassenen Frühling

Ihre Pastorin Julia Koll

Michaelistag, 29.09.19

Auch in diesem Jahr wollen wir den Namenstag unserer Kirche, den Michaelistag feiern. Da er auf einen Sonntag fällt, möchten wir gleich nach dem Gottesdienst (Beginn: um 9.30 Uhr) in den Garten des Gemeindehauses einladen.
Wie in den vergangenen Jahren wollen wir ein Mitbring -Buffett anbieten. Dafür bitten wir Sie um Ihre Spende in Form von Salat, Brot, Nachspeisen und Ähnlichem. Für Bratwurst vom Grill wird gesorgt.
Wir hoffen auf rege Beteiligung und ein gemütliches Beisammensein für ca. 2 bis 3 Stunden. Dann hoffen wir auf helfende Hände beim Aufräumen.
In diesem Jahr findet zudem am diesem Sonntag, dem Michaelisfest, auch der Visitationsgottesdienst unserer Gemeinde statt.
Auch hierzu laden wir herzlich ein.