Bericht aus dem Kirchenvorstand

Zwei wichtige Themen beschäftigen uns zur Zeit und werden uns noch ein wenig begleiten. Beide betreffen Weichenstellungen für unsere Zukunft. Langfristig sind das Entwicklungen in unseren Kirchengemeinden und kurzfristig sind es die Kirchenvorstandswahlen, die im Frühjahr 2018 anstehen. Zu den Vorbereitungen auf die Wahlen, ist ein umfangreiches Programm an Formalitäten angelaufen, das wir bis zum Wahltag abzuarbeiten haben. Stand der Dinge ist das Festlegen der Wahllokale und das Aufstellen der Kandidatenliste. Der aktuelle Vorstand wird so nicht mehr zur Wahl antreten. Leider werden uns Mitglieder verlassen und müssen durch neue Kandidaten ersetzt werden. Daher sind wir auf der Suche nach Menschen, die sich vorstellen können, sich der Aufgabe der Führung der Kirchengemeinde zu stellen. Natürlich sind auch wir aktiv dabei Menschen anzusprechen, um den Kreis der Kandidaten zu erweitern. Wir würden uns aber auch freuen, wenn Sie sich berufen fühlen, und Ihren Beitrag zur Mitgestaltung der Kirchengemeinde leisten möchten. Ansprechpartner in diesem Fall sind die Kirchenvorsteher, Frau Gäbel im Kirchenbüro oder direkt den Pastor. Die Veröffentlichung und Vorstellung der neuen und alten Kandidaten wird dann unsere nächste Aufgabe sein.

Zur Entwicklung der Kirchengemeinden (bis zum Jahr 2023) hat es ein Treffen der Kirchengemeinden Altenmedingen, Bienenbüttel und Wichmannsburg gegeben. Die wichtigste Entscheidung, die sich herauskristallisiert hat, ist, dass alle drei gemeinsam in die Zukunft gehen wollen. In welcher Form, zu welchen Bedingungen und unter welcher Führung (Pfarr- und Diakonstellen) wird sich in weiteren Gesprächen in den nächsten Jahren ergeben. An dieser Stelle ist auch der gesamte Kirchenkreis Uelzen mit einzubeziehen. Hier ist zu erkennen: Alle drei Gemeinden wollen gemeinsam in die Zukunft gehen. Bei weiteren Entwicklungen werden wir wieder informieren.

Zum Abschluss des Jahres möchten wir uns noch bei allen, die uns unterstützt haben, bedanken, und wünschen ihnen und ihren Familien eine ruhige Weihnachtszeit und ein gutes und gesundes neues Jahr.

Ihr Kirchenvorstand

50 Jahre Kindertagesstätte St. Michaelis

Mit dem festlichen gemeinsamen Einzug von Kirchenvorstand und KiTa-Team begann am 15. Oktober 2017, einem goldenen Oktobertag, der Gottesdienst zum 50. Geburtstag der St. Michaelis Kindertagesstätte.
Anfang Oktober 1967 öffnete der Kindergarten, im heutigen Pfarrhaus, seine Pforten.
Dieses Jubiläum feierten nun Kinder, Eltern und Kollegen unter aktiver Mithilfe des Kirchenvorstandes.
Gestaltet von Pastor Bade und I. Schulze-Iweleit vom KiTa-Team, kamen bei diesem Festgottesdienst auch Vertreter des Ev. Kita-Verbandes, die politische Gemeinde, die Bürgerstiftung, der Kirchenvorstand und die KiTa-Leitung zu Wort. Zum Abschluß des Gottesdienstes zogen die jetzigen Kindergartenkinder in die Kirche ein. Sie sangen gemeinsam mit dem KiTa-Team: „Einfach spitze, dass du da bist, komm wir loben Gott den Herrn“.
Dann ging das Mitmachfest so richtig los!
Bunte Ballons stiegen in die Luft, riesige Seifenblasen entstanden und zerplatzten, Kinder sprangen vergnügt in der Hüpfburg, Eltern saßen auf der Gemeindewiese und genossen den Sonnenschein bei einer Tasse Kaffee, um sich gleich danach beim Schubkarrenrennen zu messen.
Jeder konnte alte Kinderspiele wie Gummitwist, Hüpfekästchen oder Dosenwerfen ausprobieren. Schallplattenmusik lud zum Mitsingen und Mitwippen ein, die Musikauswahl war jedoch nicht jedermanns Sache.
Diese Aktionen ließen ehemalige Kindergarten-Kinder in Erinnerungen schwelgen. Man konnte sich in einem Gruppenraum alte Fotos ansehen, altes Kita-Mobiliar und alte Tisch- und Brettspiele ausprobieren.
Im Garten der jetzigen Kindertagesstätte konnten die Festgäste Fliesen gestalten, beschreiben oder bemalen. Später zu einem großen Mosaik zusammengesetzt sollen diese an einer Wand im Garten der KiTa dauerhaft an das Jubiläum erinnern.
Wie gut alle anwesenden Gäste die Kindertagesstätte kennen, konnte beim Quiz überlegt werden. Knifflige Fragen mußten beantwortet werden: Wie viele Toiletten gibt es in der Kita? Wer arbeitet hier am längsten? Wie hießen die ersten Gruppen (noch im heutigen Pfarrhaus)?
Gewinne gab es natürlich auch, gestiftet von den ansässigen Geschäften. Spielen, erinnern und erkunden macht müde und hungrig. Zum Glück gab es eine große Cafeteria im Gemeindehaus, der Kaffee- und Kuchenverkauf wurde zugunsten eines neuen Sonnensegels für die Krippengruppe durchgeführt. Wer lieber etwas Herzhaftes ass, konnte eine Bratwurst, gebraten vom Förderverein der Kirchengemeinde, genießen. An allen Stationen des Festes wurde geklönt und Erinnerungen ausgetauscht. „Ich erinnere mich noch genau an den Umzug in den neuen (jetzigen) Kindergarten!“
Denn auch der Neubau des Kindergartens vor genau 25 Jahren (im Jahre 1992) kam im Gottesdienst und auf dem Fest zur Sprache.
Ein besonderes Highlight war das Eltern-Theater: „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat.“
Großes Gelächter begleitete den kleinen Maulwurf, als er mit einem braunen Häufchen auf dem Kopf, die anderen Tiere fragte, ob sie ihm auf den Kopf gemacht hätten.
Die Eltern gingen mit sehr viel Spielfreude und kreativen Kostümen in ihren Rollen auf.

Bei schönstem Sonnenschein klang das Fest gegen 17.00 Uhr aus.

Ilsemarie Schulze-Iweleit

Unser Förderverein und der Weihnachtsmarkt

Der Förderverein Kirche wird auch dieses Jahr wieder auf dem Bienenbütteler Weihnachtsmarkt, der am 02. und 03. Dez. stattfindet stark, vertreten sein. Es werden immer Mitstreiter gesucht. Mit zwei Buden und der Unterstützung der Firma Graefke wird wieder fleißig gegrillt und Glühwein ausgeschenkt. Für dieses Engagement der vielen fleißigen Helfer, die vom Auf- und Abbau bis zum Dienst in den Buden tätig sind, sind wir vom Kirchenvorstand sehr dankbar. Bei seinen Einsätzen über das ganze Jahr hinweg, mit dem Höhepunkt auf dem Weihnachtsmarkt, sammelt der Förderverein Geld, das zu 100% bei der Kirchengemeinde ankommt und immer sehr gebraucht wird. Viele Dinge, teilweise auch Kleinigkeiten, die angeschafft werden können, gehen auf dieses Engagement zurück. Ein besonderer Dank an den Vorstand des Fördervereins und ihrer Mitglieder, die durch ihren Einsatz und ihren Beiträge zum Gelingen so mancher Aufgaben beitragen. Für alle, die schon lange überlegen, sich dieser guten Sache anzuschließen, halten wir auf dem Weihnachtsmarkt Beitrittsformulare bereit.

Wir sehen uns auf dem Weihnachtsmarkt !

Offene Kirche – auch für Turmfalken, Schleiereulen & Co.

Offene Kirche – auch für Turmfalken, Schleiereulen & Co.Das Umweltprojekt in der Kirchengemeinde schreitet voran: zehn Vogelfreunde trafen sich am 30. September 2017 auf dem Friedhofsgelände, um dort 47 Nisthöhlen aus Holzbeton anzubringen.
Dank der finanziellen Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung (www.bingo-umweltstiftung) war es möglich, die hochwertigen Nisthöhlen zu beschaffen.
Damit wurden diversen Kleinvogelarten wie Meise, Kleiber, Gartenrotschwanz u.v.m. Nistplatzangebote geschaffen. Auch die in ihrem Bestand gefährdete Fledermaus und der Waldkauz (Vogel des Jahres 2017) sowie Eulen wurden bedacht.
Die Nisthöhlen für die Bewohner Rauhfußkauz, Wiedehopf und Hohltaube wogen 10,3 kg. Diese mussten in einer Höhe von vier bis sechs Metern angebracht werden.  Das allabendliche Krafttraining konnte danach entfallen.Die Aufhängung zum Herbst ist zwar ungewöhnlich, aber insofern sinnvoll, weil die Nisthöhlen im Winter den Vögeln als Nachtquartier dienen und so vor Zugluft und Kälte schützen.
Herzlichen Dank für den Einsatz der tatkräftigen Artenschützer! Fachlich begleitet wurde diese Aktion auf dem Friedhofsgelände in der Planung und Ausführung von der örtlichen Hegeringsgruppe II Bienenbüttel, die uns auch bei der alljährlich erforderlichen Besatzkontrolle und Reinigung der angebrachten Nistquartiere im Herbst unterstützen wird.  An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Jürgen Koch und Axel Marschke.
In der Absicht, eine schon vorhandene ältere Nisthöhle säubern zu wollen, wurde ich von einem unerwarteten Fremdbeleger, einem Siebenschläfer, überrascht. Der hatte sich dort möglicherweise schon zur Überwinterung eingenistet. Zum Abschluss ist nun auf dem Friedhof noch vorgesehen, auf der Rückseite der Kapelle einen Nistkasten für Schleiereulen anzubringen. Wir erwarten, dass die Nistplatzangebote gut angenommen werden und sind gespannt auf die Besatzkontrollen.

 Ulrike Dehning für das Umweltteam „Grüner Hahn“

Novembergedanken

„Die Blätter fallen,
 fallen wie von weit
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.“     Rainer Maria Rilke

Die Blätter fallen, es riecht nach Herbst, das Leben zieht sich zurück,
der erste Nachtfrost lässt Raureif an den Sträuchern glänzen, hoch in der Luft ist
das Schreien der Wildgänse zu vernehmen, die in Keilform nach Westen ziehen. Menschen verlässt die Kraft zum Leben, mehr Menschen sterben und werden zu Grabe getragen als sonst im Jahreslauf. Das Kirchenjahr geht zu Ende, Buß- und Bettag, Volkstrauertag und Ewigkeitssonntag oder volkstümlicher Totensonntag beenden das Kirchenjahr. Menschen gehen auf die Friedhöfe und bereiten die Gräber der Angehörigen auf den Winter vor.

Noch einmal Rilke:
„Wir alle fallen. 
Diese Hand da fällt. 
Und sieh dir andere an: 
Es ist in allen.“

Einen Grabstein ohne Namen sehe ich. Er liegt direkt an meinem Wegüber den Friedhof. Gottesacker sagte man früher zum Friedhof. So ein schönes Wort. Als seien wir Gottes Samen. Auf dem Grabstein ohne Namen stehen zwei andere Worte: Auf Wiedersehen! Mit Ausrufezeichen.Keine Frage also, sondern eine Feststellung. Wir werden uns wiedersehen, sagt der Grabstein. Da brauche ich keinen Namen. Ihr werdet mich erkennen. Was für eine Hoffnung. Fast schon frech, oder?Dabei sieht alles so anders aus auf Friedhöfen. Wie Endstation.Schwere Steine versiegeln die Erde. Pflanzen auch. Die Steine schön geordnet, in einer Reihe. Mit Namen, die kaum einer kennt – außer den Angehörigen. Und bald niemand mehr. Die Liegezeiten werden kürzer. Die Gräber sind kleiner.Wer kümmert sich noch in fünf oder zehn Jahren? Wer will sich noch kümmern? Familien sind oft weit verstreut. Gräber sind da eher eine Last. Ohne viel Hoffnung.Es sei denn, man lässt Namen weg und schreibt: Auf Wiedersehen.Ist doch der Gottesacker. Bei Gott verschwindet man nicht. Da wächst man wie Samen. Einmal sehen wir uns wieder, sagt Jesus (Johannes 16,16). Andere singen es (z.B. Andreas Gabalier: „Amoi seg‘ ma uns wieder“). Wichtig ist nicht, wann oder wie. Wichtig ist zu hoffen. Einmal wird Gott, der Herr über Leben und Tod, seinen Mund aufmachen und die Worte sagen: Kommt wieder, Menschenkinder (Psalm 90,3). Dann werden wir Augen machen, staunen. Dem Gottesacker entwachsen. Der Same geht auf. Und wächst in den Himmel. Wo kein Schmerz mehr ist und keine Tränen.

„Und doch                                                                                                                                                                        
ist einer,                                                                                                                                                                          
welcher dies Fallen                                                                                                                                                  
unendlich sanft in Händen hält.”

Es grüßt Sie herzlich und wünscht Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und Gottes Segen für das Jahr 2018

Ihr Pastor Jürgen Bade

Kindersprüche aus der Kindertagesstätte St. Michaelis

 Wenn ich einmal groß bin „Wenn ich groß bin, möchte ich Polizistin werden!“
Die Erzieherin fragt: „Warum, was findest du an dem Beruf so gut?
„ Da kann ich schnell laufen, um den Dieb zu fangen.“

Wir suchen dringend Wohnungen – wer kann weiterhelfen?

Der 16-jährige Dawud wohnt seit zwei Jahren gemeinsam mit seinem Bruder in Bienenbüttel. Beide haben sich, nach ihrer Flucht aus dem Irak, dank viel Unterstützung hier sehr gut eingelebt. Er besucht die 9. Klasse auf der Fritz- Reuter-Schule (KGS) in Bad Bevensen, ist ein engagierter Fußballspieler beim TSV und trainiert seit seiner Ankunft hier wöchentlich Shinson HapKido. Er ist inzwischen ein versierter Experte unserer Nähgruppe „NähMichel „, kocht gerne bei unseren Kochtagen mit und ist ein wirklich aufgeschlossener und positiver Jugendlicher. So hat er hier viele Kontakte knüpfen können und fühlt sich richtig wohl in Bienenbüttel. Zuhause im Irak ist die Situation weiterhin sehr angespannt und unsicher. Die beiden Brüder sind sehr mit ihrer Familie verbunden, hören beinahe täglich davon, wie es ihren Eltern und Geschwistern in ihrer Heimat Sindschar ergeht. Natürlich vermisst Dawud seine Familie seit zwei Jahren sehr schmerzlich. Nach einer langen Zeit des Wartens, des Hoffens und der Geduldserprobung geht es jetzt endlich voran. Die Visa -Anträge für die Familie sind nun bei der deutschen Botschaft gestellt. Dawud hat als unbegleiteter und minderjähriger Geflüchteter das Recht, einen Antrag auf Familienzusammenführung zu stellen und somit dann auch das Recht und die Pflicht, geeigneten Wohnraum zu finden. Die Familie kann aber erst ausreisen, wenn Dawud eine geeignete Wohnung für sich und seine Familie gefunden hat. Dawud und sein Bruder haben vier weitere Geschwister, so dass sie gemeinsam mit ihren Eltern eine 8-köpfige Familie sind. Eine geeignete Wohnung sollte 5-6 Zimmer haben. Auch für unsere anderen geflüchteten Menschen suchen wir Häuser oder Wohnungen, denn auch weitere Familien stehen vor der langersehnten Familienzusammenführung. Aber auch diejenigen jungen Menschen, die leider ihre Familien nicht nachholen können, suchen jetzt aktuell nach 1-3 Zimmerwohnungen. Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns bei der Beschaffung von Wohnraum unterstützen können und hoffen für alle, dass der Wunsch nach einem neuen Zuhause bald Wirklichkeit werden kann. Damit sich alle hier (weiterhin) gut aufgehoben fühlen können.

Christine Oehlmann Unterstützerkreis für Flüchtlinge „Willkommen in Bienenbüttel“

Kindersprüche aus der Kindertagesstätte St. Michaelis

Der Opa
„Mein Opa ist so dick, der passt durch keine Tür durch. Ich glaube der bekommt ein Baby.“