Illegale Müllentsorgung auf dem Friedhof

Zum wiederholten Male ist Müll auf dem Friedhof entsorgt worden. In diesem Fall handelt es sich um Asbestplatten, die als Sondermüll teuer entsorgt werden müssen. Die entstehenden Kosten müssen aus dem Friedhofshaushalt finanziert werden, der sich ausschließlich aus den Gebühren für die Beerdigungen finanziert.
Wir bringen jede illegale Müllentsorgung zur Anzeige.  Wer sachdienliche Hinweise auf die Täter machen kann, bitten wir um Mitteilung an den Kirchenvorstand oder direkt an die Polizei.
Falls die Täter im Nachhinein ihre Tat bereuen sollte, können Sie sich bei Pastor Bade oder einem der Kirchenvorsteher melden oder auch eine Spende machen (auch anonym), um die Kosten zur Beseitigung des Sondermülls zu decken.
Ferner ist durch Vandalismus die Toilette auf dem Friedhof beschädigt und beschmiert worden. Auch dies bedeutet, dass wieder Geld aus dem Friedhofshaushaltes aufgewendet werden muss, um den Schaden zu beseitigen. Dieses Geld fehlt dann hätten wir gerne zur Verschönerung unseres Friedhofes eingesetzt.
Wir bitten die Besucher unseres Friedhofes, der ein Ort der Trauer und der Erinnerung an Verstorbene sein soll, durch Wachsamkeit mitzuhelfen, dass dieser Ort nicht als illegale Müllentsorgung missbraucht wird und Einrichtungen nicht zerstört werden.

Wie schaffen Sie es eigentlich, daß mittags alle Kinder in der Krippe schlafen?

Eltern und Großeltern, die zum ersten Mal in die Krippe kommen und sich die Räumlichkeiten angucken, können sich gar nicht vorstellen wie wir es schaffen, daß die Kinder mittags wirklich schlafen. Daß alle Kinder gemeinsam wirklich schlafen.
Zuerst einmal: schlafen ist bei uns kein Zwang! Wenn Kinder nicht schlafen möchten, wollen oder können, müssen sie es auch nicht!
Unser Schlafraum heißt „Sternenzimmer“. Er bietet genug Platz die individuellen Schlafbedürfnisse, die Vorlieben der Kinder, zu berücksichtigen.
Die Kinder schlafen in Gitterbettchen, Reisebetten oder auf Matratzen auf dem Boden. Je nach dem was die Kinder von Zuhause kennen und was sie bevorzugen.
Mit Kissen oder lieber ohne, im Body oder im Schlafanzug, mit Bettdecke oder im Schlafsack, mit Spieluhr oder mit einem gesungenen Lied, mit Kuscheltier oder Kuscheldecke, mit Schnulli, Daumen oder Milchflasche? Wir versuchen den Kindern den Rahmen für ihre Mittagspause so zu gestalten wie sie es von Zuhause kennen. Ein Rahmen der ihnen Sicherheit bietet.
„Ich bin nicht alleine im Raum“, von jedem Schlafplatz aus sehen die Kinder die anderen  Kinder und die anwesende (immer gleiche) Erzieherin.
Es ist wichtig die Schlafwache auch auf einer Matratze zu halten und „schlafen zu spielen“, also mit auf dem Boden zu liegen. Die Kinder warten darauf und fangen teilweise erst dann an zu entspannen, wenn die Erzieherin auch liegt.
„Uns ist wichtig, dass die Kinder in der Krippe zur Ruhe kommen können. Eine entspannte, abgedunkelte Atmosphäre, Dinge und Rituale von Zuhause, mit denen wir die eigene kleine Wohlfühloase schaffen, helfen den Kindern beim Entspannen und Einschlafen.

Alles zusammen beantwortet die Frage wie wir es schaffen, daß in der Regel wirklich alle Kinder mittags schlafen.

Ilsemarie Schulze-Iweleit

 

50 Jahre Kindertagesstätte St. Michaelis

Einladung zum Festgottesdienst am Sonntag, den 15.10.2017

um 11 Uhr in der St. Michaeliskirche Bienenbüttel

und anschließend zu unserem Mitmach-Fest rund um die Kita

Vom allgemeinen Priestertum aller Getauften und dem  allgemeinen Wahlrecht

„Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Gott helfe mir! Amen.“ Mit diesen Worten endet die Verteidigungsrede von Martin Luther auf dem Reichstag zu Worms. In diesen Worten spiegelt sich der Geist der Reformation: Ein einzelner Mensch, gestützt auf Bibel und Gewissen, widersetzt sich den Autoritäten in Kirche und Staat.
Die Reformation macht Ernst mit der Freiheit des Gewissens und mit der Unabhängigkeit des Einzelnen. Wie ein Lauffeuer hat sich die reformatorische Idee vom „Priestertum aller Getauften“ herumgesprochen.
Martin Luther konnte sagen: „Alles, was aus der Taufe gekrochen ist, das kann sich rühmen, dass es schon zum Priester, Bischof und Papst geweiht sei“.
In der Begrifflichkeit ist zunächst ausgedrückt, dass alle Christen durch Glaube und Taufe einen unmittelbaren Zugang zum göttlichen Heil haben, ohne auf priesterliche Vermittlung angewiesen zu sein. Daraus folgt aber auch die Wahrnehmung priesterlicher Aufgaben durch die Gläubigen, allen voran gegenseitige Fürbitte und Tröstung, nicht jedoch die Aufgabe der öffentlichen Predigt: Die Reformation ruft eine neue Zeit hervor: die Neuzeit, in der die Würde des Einzelnen und der Wert der eigenen Person wichtig werden.
Thomas Mann bemerkte: „In dem Luther die Unmittelbarkeit des Verhältnisses des Menschen zu seinem Gott herstellt, hat er die europäische Demokratie befördert, denn ‚Jedermann sein eigener Priester’, das ist Demokratie.“ Die reformatorische Idee eines allgemeinen Priestertums hat auch auf die spätere Idee eines allgemeinen Wahlrechts ausgestrahlt, das sich die Menschen in vielen Ländern erkämpft haben und noch erkämpfen. Es ist ein Fest der Demokratie, wenn am 24.September rund 62 Millionen wahlberechtigte Menschen einen neuen Deutschen Bundestag gewählt haben.
Zu hoffen ist, dass sich das politische Potenzial, das in der reformatorischen Idee vom „Priestertum aller Glaubenden“ steckt, nicht nur auf die politische Befreiung, sondern auch auf die materielle Befreiung des Einzelnen auswirkt. Neben das allgemeine Wahlrecht sollte das allgemeine Bürgergeld treten.
Das allgemeine Bürgergeld garantiert jedem Menschen ein bedingungsloses Grundeinkommen. Alle im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien haben dazu mittlerweile Vorschläge erarbeitet. Das allgemeine Bürgergeld wäre eine gesellschaftliche Aufgabe für die Zukunft, geboren aus dem Geist der Reformation: Der Einzelne kommt zu Stand und Wesen, weil er religiös, politisch und materiell ein selbstbestimmtes Leben führen kann.
„Hier stehe ich“, lautete dann die selbstbewusste Antwort einer jeden Bürgerin und eines jeden Bürgers. Auch heute noch ein weiter Weg zu dieser selbstbewussten Art des Auftretens und Eintretens für ein selbstbestimmtes Leben in der Verantwortung für sich, den Mitmenschen und die Christen auch vor Gott.

Auf diesem Weg zu einem selbstbestimmten Leben wünsche ich Ihnen den Mut und die Gewissheit unter dem Segen Gottes.

Es grüßt Sie auf diesem Weg herzlich

Pastor Jürgen Bade 

Offene Kirche – auch für Turmfalken, Schleiereulen & Co. 

Einige Gemeindemitglieder werden sich auf dem Weg in die Kirche sicherlich schon über das neu angebrachte Schild im Turmbereich mit dem Aufdruck „Lebensraum Kirchturm“ gewundert haben.
Es handelt sich um eine Auszeichnung des NABU (Naturschutzbund Deutschland) für Kirchen, die sich besonders für den Artenschutz einsetzen. Wir sind dabei. Denn Kirchtürme sind attraktive Unterkünfte u.a. für Turmfalken und Schleiereulen.

Die Ev. Luth. St. Michaelis-Kirchengemeinde Bienenbüttel hat – wie schon in vorherigen Ausgaben berichtet – im Jahr 2015 beschlossen, sich dem kirchlichen Umweltmanagement-Projekt „Der Grüne Hahn“ (www.gruenerhahn.de) anzuschließen.  Ziel ist die Einführung eines Umweltmanagementsystems in der Kirchengemeinde, das neben den zentralen Themen Energie und Klimaschutz auch die ökologische Aufwertung der kirchlichen Außenanlagen beinhaltet. Zu diesem Zweck werden im Rahmen des Nistkastenprojektes „Offene Kirche – auch für Turmfalken, Schleiereulen & Co.“ rund um die Kirche und  im Bereich des Friedhofgeländes Nistkästen für verschiedene heimische Brutvögel angebracht. Der Förderkreis Kirchengemeinde Bienenbüttel e.V. ist Träger des Projektes und beteiligt sich auch finanziell.
Die Bingo-Umweltstiftung (www.bingo-umweltstiftung.de) hat es mit erheblicher finanzieller Unterstützung möglich gemacht, das Projekt nun in diesem Jahr in die Tat umzusetzen. 
Der Schutz der biologischen Vielfalt ist nicht nur eine gesellschaftliche und politische Aufgabe, sondern fordert uns als Kirchengemeinde heraus, die Verantwortung für die Schöpfung wahrzunehmen. Wir können und wollen als engagierte Schützer und Multiplikatoren tätig sein und hoffen auf vielfältige Unterstützung aus der Gemeinde.
Bereits im April sind im Kirchturmbereich sowie im Giebelbereich des Gemeindehauses innenliegende Nistkästen für Turmfalken und Schleiereulen durch den Schleiereulen Experten Waldemar Golnik (NABU Kreisverband Uelzen) angebracht worden. Damit soll die Wiederansiedlung insbesondere des Turmfalken unterstützt werden, der dort vor einigen Jahren schon einmal heimisch war.

Die KonfirmandInnen wurden von der Naturpädagogin Caroline Rothe (www.waldwärts.de)  spielerisch in die Vogelschutzthematik und Problematik bei der Jungenaufzucht eingeführt sowie beim Zusammenbau von Nistkastenbausätzen angeleitet. Die Holznistkästen werden auf dem kirchlichen Gelände angebracht.
Das Nistkastenprojekt zieht sich über das ganze Jahr hin und bindet auch den Bereich der Kindertagesstätte St. Michaelis mit ein. Dazu wird im Michaelisboten sicherlich noch Spannendes zu berichten sein ……

Ulrike Dehning –  für das Umweltteam „Grüner Hahn“

Schlau, frei ,mutig und von Gott geliebt –  Martin Luther in der Kita

 


Unter diesem Motto fand eine Fortbildung für Erzieherinnen statt, an deren Ende ich (und alle anderen TeilnehmerInnen auch), zur Lutherbotschafterin ernannt wurde.
Hochmotiviert stürzte ich mich mit den zukünftigen Schulkindern auf das Thema Gerechtigkeit.
Fast alle Kinder konnten sofort sagen was sie ungerecht fanden:
– es ist ungerecht, wenn … mich immer „rein legt“,
– wenn einer vordrängelt,
– dass die Kinder früher nicht zur Schule gehen durften….
Erstaunlicherweise fiel es ihnen schwer zu sagen was Gerechtigkeit,  bzw. gerecht ist.

Währen der Projektwoche spielte ich mit den Kindern die Geschichte/das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg nach(Matthäus 20,1-15):Ein Mann sucht dringend Arbeiter, die ihm bei der Weinlese helfen. Die Trauben sollen noch an diesem Tag abgeerntet werden. Er bietet ihnen einen  Silbertaler zum Lohn. Am Mittag merkt er dass die Arbeiter nicht fertig werden und begibt sich abermals auf die Suche nach Arbeitern. Später merkt er dass auch diese Arbeiter nicht reichen und stellt weitere Arbeiter ein…
Am Abend sind die Trauben gelesen und der Weinbergbesitzer gab jedem der Arbeiter seinen Lohn: Einen Silbertaler. Die Arbeiter, die schon morgens eingestellt wurden, beschwerten sich und fanden es ungerecht, dass sie den gleichen Lohn erhielten wie die anderen Arbeiter, obwohl diese doch nur wenige Stunden gearbeitet hatten, während sie sich schon seit dem frühen morgen abgerackert hatten.
Der Weinbergbesitzer antwortete ihnen. Ein Silbertaler war abgemacht und den habt ihr bekommen.
Ich tue Euch nicht unrecht: Nehmt was euer ist und geht!
Ich will aber diesem Letzten dasselbe geben wie euch. Denn ich brauchte seine Hilfe genauso wie Eure. Ich finde das gerecht! (Frei nach der Übersetzung von Martin Luther)
Im Gegensatz zu den Arbeitern protestierten die Kinder hier nicht darüber, dass alle den gleichen Lohn erhielten- egal ob sie morgens, mittags oder erst am Abend mit der Arbeit anfingen! Im Gegenteil: Sie freuten sich über ihr „verdientes“ Geld.
Zunächst war ich sehr erstaunt darüber. Ich fragte mich, ob das Thema Gerechtigkeit zu abstrakt ist für 5-6 jährige Kinder. Dachte,vielleicht können sie sich unter dem Wert des Geldes nichts vorstellen.
Ich hatte mich also gefühlsmäßig mit den ersten Arbeitern im Weinberg identifiziert, während die Kinder ganz ihrem Bauchgefühl folgten und genau wie Jesus die Arbeit jedes einzelnen schätzten.
Was ist also gerecht – was ungerecht?
Was denken Sie?
Im Verlauf dieser Woche ging es auch darum, dass Martin Luther es ungerecht fand, dass nur die Gelehrten die (auf Latein geschriebene) Bibel lesen konnten. Er übersetzte nicht nur die Bibel ins Deutsche, er setzte sich auch dafür ein, dass jeder Mann, jede Frau und jedes Kind lesen und schreiben lernen dürfen.
Wir probierten wie es ist wie Martin mit einer echten Feder und Tinte zu schreiben und erfuhren, wie schwer es ist diese Tinte von den Fingern zu bekommen. Wir sangen ein Lied übers Teilen und malten und diskutierten.
Am Ende stellten wir fest, wie schwer es ist gerecht zu sein, obwohl jeder  gerecht behandelt werden möchte.

Marion Sauer

Kindersprüche aus der Kindertagesstätte St. Michaelis

Beeren
Ein Kind möchte Johannisbeeren pflücken.
„Aber erst wenn die Johannisbeeren  rot sind“
sagt eine Erzieherin. „ Dann sind es doch Erdbeeren“ antwortet das Kind.

Mit der Igelgruppe dem Müll auf der Spur

Bei einem unserer Spaziergänge zum Spielplatz in Bienenbüttel entdeckten unsere Kinder Müll. Einwegfalschen, Verpackungen oder auch Dosen am Wegesrand, die oftmals achtlos ins Gebüsch geworfen wurden.
Auf die Frage „Warum liegt das dort?“ und „Was ist Müll?“ wurde aus der Neugier der Kinder unser neues Thema.
Wir sprachen über Nachhaltigkeit und versuchten herauszufinden: Was kann ich noch einmal benutzen?
So wurden aus Joghurtbechern plötzlich Blumentöpfe, die vorher von den Kindern bemalt worden waren.
In den Blumentöpfen hatten die Kinder Blumensamen gesät, die nun in vielen verschieden Farben blühen.
Das spannendste Thema für die Kinder war das Müllsammeln und sortieren.
Unsere Kinder hatten alle Hände voll zu tun: mit Zangen, Handschuhen und Müllsäcken zogen unsere Kinder durch Bienenbüttel, um Müll zu sammeln.
Auch in der Waldwoche haben unsere Kinder fleißig gesammelt und auf der ersten Tour haben die Kinder 3 Müllsäcke gefüllt.
Die Kinder waren hochmotiviert und fast schon enttäuscht, wenn sie mal keinen Müll gefunden haben.
Nach jeder Runde Müllsammeln und dem Blick auf ihre vollen Säcke waren die Kinder zu Recht sehr stolz auf sich.
Noch immer fragen Kinder, wenn sie beim Spaziergang Müll entdecken: „Wer macht so was?“
Denn die Kinder möchten ohne Müll am Wegesrand spazieren gehen.
Einige der Kinder bringen nun weniger Müll in ihren Brotdosen mit (z.B kein Brot in Alufolie gewickelt).

Den Kindern ist der Umgang mit der Natur bewusster geworden und sie lernten die Natur wert zu schätzen. „Wir möchten nicht im Müll leben!“, sagte ein Kind.

Ann Kathrin Liersch

OLYMPUS DIGITAL CAMERA