Monatsarchive: März 2016

Ostern

Begegnung des Auferstandenen mit Maria Magdalena, Szene aus dem Hochaltar der Dominikanerkirche im elsässischen Colmar (1455), gemalt von dem Künstler Martin Schongauer (geb.1445/1450 in Colmar - gest. 2. Februar 1491 Breisach am Rhein)

Begegnung des Auferstandenen mit Maria Magdalena, Szene aus dem Hochaltar der Dominikanerkirche im elsässischen Colmar (1455),
gemalt von dem Künstler Martin Schongauer
(geb.1445/1450 in Colmar – gest. 2. Februar 1491 Breisach am Rhein)

Es ist eine der eindrücklichsten Szene des Ostermorgens: Maria aus Magdala fragt einen vermeintlichen Gärtner nach dem Leichnam Jesu und erkennt in ihm, als er sie mit Namen anspricht, den Auferstandenen. Für mich ein Schlüsselmoment zum Verständnis der Auferstehung, diese kurze Szene, die nur der Evangelist Johannes erzählt. (Johannes 20, 11-18) Maria greift nach Jesus, doch der wehrt ab: „Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern, und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.“  „Lass mich los“ – als könnte Maria den festhalten, der Grab und Tod überwunden hat. Und deshalb – glaube ich – meint Jesus etwas anderes: „Maria, halt nicht fest an dem, was gewesen ist. Die Auferstehung dreht die Zeit nicht vor die Kreuzigung zurück, sondern es beginnt etwas ganz Neues, eine ganz neue Zeit.“  Und diese Zusage gilt auch uns: Als Christen sind wir nicht festgelegt auf das, was gewesen ist. Mag in meiner Vergangenheit auch noch so viel falsch gelaufen sein, mag die Vergangenheit auch noch so düster gewesen sein – weil mit der Auferstehung Jesu etwas ganz Neues begonnen hat, darf auch ich immer wieder neu beginnen. „Von der Auferstehung Christi her kann ein neuer, reinigender Wind in die gegenwärtige Welt wehen“ – diesen hoffnungsvollen Satz schrieb Dietrich Bonhoeffer, der vor 71 Jahren am 9. April 1945 im Konzentrationslager Flossenbürg ermordet wurde und der bis zuletzt daran glaubte, dass die Menschen durch die Auferstehung Christi immer eine Zukunft haben. „Halt mich nicht fest“ – das ist auch die Aufforderung, als das loszulassen, worauf ich mich selbst oft festlege, ja geradezu einschränke: Auf Aussehen und Ansehen, auf Karriere und Konsum; auf das, was ich leiste und was ich mir leisten kann. Im Licht der Auferstehung ist das alles unbedeutend, oberflächliche Belanglosigkeiten. Was für eine Befreiung! Ich kann das alles gelassen loslassen, um neuen Halt geschenkt zu bekommen: Keinen Halt, der brüchig ist wie die ganzen Nichtigkeiten, die sich so gerne als Wichtigkeiten gebärden. Sondern verlässlichen, dauerhaften Halt beim Vater und Gott Jesu Christi, der auch mein Vater und Gott ist.  Halt, der auch trägt über den Abgründen des Lebens. „Wer Ostern kennt, kann nicht verzweifeln.“ (Dietrich Bonhoeffer), sondern sich dem Leben in seiner Buntheit und Vielfalt, in seinen Höhen und Tiefen getrost und erwartungsvoll zuwenden.

Ein frohes Osterfest wünscht Ihnen 

Pastor Jürgen Bade

Bilder aus der St. Michaelis Kindertagesstätte

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Experimente mit Wasser

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Die Kinder der Ganztagsgruppe  experimentierten in den ersten Januartagen im Garten mit Wasser. So wurde Wasser eingefärbt und in verschiedene Gefäße, wie Backformen, Eimer oder Luftballons gefüllt. Eine kalte Nacht im Freien und am nächsten Tag konnten die Kinder wunderschöne Eiskunstwerke betrachten. Einige wurden in die Bäume gehängt, oder zum Anschauen im Garten verteilt.

Heiko MetzlerDSCI0018

Leise Arbeit mit Erfolg!

foerderkreis

Es gibt Projekte in der Gemeinde Bienenbüttel, die ziemlich leise arbeiten. Die liberal und offen sind und für eine möglichst breite Bevölkerungsschicht zugänglich sein wollen. Dazu gehört der Förderkreis Kirchengemeinde Bienenbüttel e.V. . Seit seiner Gründung im Jahre 2009 sind durch ihn etliche große und kleine Projekte der Kirchengemeinde Bienenbüttel gefördert worden. In Stichworten: Kirchenrenovierung, Sakristei, Vitrinen, Chor, Unterstützung baulicher Maßnahmen, kleine Renovierungen und Ausstattung, die so von der Kirche nicht hätten finanziert werden können, die aber auch an vielen Stellen das allgemeine Kirchenleben, die Kirchenarbeit einfacher gestalten.
Die Mitglieder des Kirchenförderkreises sind auf Festen und Märkten mit von der Partie und erarbeiten dort Gelder von Menschen, die der Kirche mehr oder weniger nahe stehen. Jeder Cent und jeder Euro kommt verlässlich, zu hundert Prozent, direkt unserer Kirchengemeinde zugute. Man muss kein Mitglied sein um zu spenden.  Als Mitglied hat man allerdings das Privileg mit zu bestimmen, für was die Spenden verwendet werden.
Alle Spender eint der Wunsch, dass unsere Kirche einen festen Platz im Ort behält und die Kirchenarbeit lebendig bleibt. Sie wählen selbst, ob sie aktiv mitgestalten oder passiv durch Spenden ihren Beitrag leisten. Als letztes großes Projekt wurde die Außenbeleuchtung des neuen barrierefreien Aufganges der Kirche erheblich gefördert. Insgesamt sind so mehrere zehntausend Euro in den  letzten Jahren nachhaltig angelegt worden. Aktuell stecken bereits neue Spendenzwecke in der Pipeline, die auf der kommenden Mitgliederversammlung, die am 10. März  um 20 Uhr im Gemeindehaus stattfindet, priorisiert und diskutiert werden. Auch zu dieser Mitgliederversammlung sind Nichtmitglieder herzlich willkommen.
Neue Projekte sind u.a.  Orgelrenovierung, neues Kreuz am Altar, bauliche Maßnahmen…. Jeder Interessierte kann individuell und zweckgebunden  – beispielsweise Spendenwünsche zur Beisetzung – auswählen, welches Projekt er/sie unterstützen möchten.  Die Arbeit des Kirchenförderkreises ist leise, erfolgreich und transparent. Sie gelingt nur,  weil es Menschen gibt, die „Ihre Kirche“ oder „Kirche“  – im wahrsten Sinne des Wortes –  im Dorf behalten wollen. Nicht mehr und nicht weniger . Im Namen aller Mitstreiter der Bienenbütteler Kirchenarbeit bedanken wir dafür uns sehr herzlich.

Kindersprüche aus der Kindertagesstätte St. Michaelis – Erdrückende Winterliebe

Erdrückende Winterliebe
Ein Kind fragt ein anderes: „Warum drückst du mich immer so dolle?“ Antwort: “Weil ich dich liebe! Ich bin aber auch noch mit anderen Kindern befreundet. Im Sommer verabrede ich mich dann mit einem andern Kind.“