Monatsarchive: Oktober 2017

Gemeinsamer Gottesdienst der sieben Gemeinden  der Region Nord 

 

Alle sieben Kirchengemeinden der Region Nord feierten am 18. Juni 2017 einen gemeinsamen Gottesdienst im Klostergarten in Medingen. Das Motto des Gottesdienstes lautete: Grenzen überwinden. Über 250 Menschen feierten bei herrlichem Wetter mit.
Es war ein Gottesdienst mit viel Musik: Der Posaunenchor Römstedt – unter der Leitung von Christian Rose  – spielte mit Unterstützung von Bläserinnen und Bläsern aus anderen Gemeinden. Die Ondini-Delegation berichtete über das „Grenzen überwindende“ Handeln in Südafrika – zur Zeit der Apartheit und in der heutigen Zeit.  Außerdem brachten sie die Gemeinde zum Singen und Tanzen. Die Predigt wurde von einem „Predigt-Team“ aus den verschiedenen Kirchengemeinden gemeinsam gehalten. Dabei wurde die bekannte Geschichte vom barmherzigen Samariter, der durch sein konkretes Handeln Grenzen überwindet, als Ausgangspunkt genommen. Durch persönliche Statements der Predigerinnen und Prediger wurde der Bibeltext eindrucksvoll in die heutige Zeit übertragen. Eine praktische, Grenzen überwindende Aktion im Gottesdienst war dann das gemeinsame Abendmahl. Zeitgleich zum Gottesdienst für die Erwachsenen gab es auf der Rückseite des Klosters einen kreativen Kindergottesdienst. Die Kinder bereicherten zum Abschluss den „Erwachsenen-Gottesdienst“ mit einer Grenzen überwindenden Luftballon-Aktion.

Im Anschluss an den Gottesdienst und das Kinderprogramm gab es Würstchen vom Grill und leckere Suppe. Viele Gottesdienstbesucherinnen und Besucher

ließen sich gerne einladen. „Wieder eine rundum gelungene gemeinsame Aktion!“, so lautete das Urteil von vielen, die an dem Gottesdienst teilgenommen hatten.

Pastor Matthias Kuna-Hallwaß, 

Pastor zur Förderung der regionalen Zusammenarbeit von Kirchengemeinden

Kindersprüche aus der Kindertagesstätte St. Michaelis

Die Margeriten
Eine Erzieherin sitzt mit zwei Kindern am Hügel. „Oh meine Margeriten blühen ja  schön“ sagt sie. „Was sind denn Margeriten“ fragen die Kinder. „ Das sind die weißen Blumen dort, die habe ich aus meinem Garten mitgebracht.“ „Margeriten? Fragen die Kinder“ Kann man aus denen Pizza machen?

Illegale Müllentsorgung auf dem Friedhof

Zum wiederholten Male ist Müll auf dem Friedhof entsorgt worden. In diesem Fall handelt es sich um Asbestplatten, die als Sondermüll teuer entsorgt werden müssen. Die entstehenden Kosten müssen aus dem Friedhofshaushalt finanziert werden, der sich ausschließlich aus den Gebühren für die Beerdigungen finanziert.
Wir bringen jede illegale Müllentsorgung zur Anzeige.  Wer sachdienliche Hinweise auf die Täter machen kann, bitten wir um Mitteilung an den Kirchenvorstand oder direkt an die Polizei.
Falls die Täter im Nachhinein ihre Tat bereuen sollte, können Sie sich bei Pastor Bade oder einem der Kirchenvorsteher melden oder auch eine Spende machen (auch anonym), um die Kosten zur Beseitigung des Sondermülls zu decken.
Ferner ist durch Vandalismus die Toilette auf dem Friedhof beschädigt und beschmiert worden. Auch dies bedeutet, dass wieder Geld aus dem Friedhofshaushaltes aufgewendet werden muss, um den Schaden zu beseitigen. Dieses Geld fehlt dann hätten wir gerne zur Verschönerung unseres Friedhofes eingesetzt.
Wir bitten die Besucher unseres Friedhofes, der ein Ort der Trauer und der Erinnerung an Verstorbene sein soll, durch Wachsamkeit mitzuhelfen, dass dieser Ort nicht als illegale Müllentsorgung missbraucht wird und Einrichtungen nicht zerstört werden.

Wie schaffen Sie es eigentlich, daß mittags alle Kinder in der Krippe schlafen?

Eltern und Großeltern, die zum ersten Mal in die Krippe kommen und sich die Räumlichkeiten angucken, können sich gar nicht vorstellen wie wir es schaffen, daß die Kinder mittags wirklich schlafen. Daß alle Kinder gemeinsam wirklich schlafen.
Zuerst einmal: schlafen ist bei uns kein Zwang! Wenn Kinder nicht schlafen möchten, wollen oder können, müssen sie es auch nicht!
Unser Schlafraum heißt „Sternenzimmer“. Er bietet genug Platz die individuellen Schlafbedürfnisse, die Vorlieben der Kinder, zu berücksichtigen.
Die Kinder schlafen in Gitterbettchen, Reisebetten oder auf Matratzen auf dem Boden. Je nach dem was die Kinder von Zuhause kennen und was sie bevorzugen.
Mit Kissen oder lieber ohne, im Body oder im Schlafanzug, mit Bettdecke oder im Schlafsack, mit Spieluhr oder mit einem gesungenen Lied, mit Kuscheltier oder Kuscheldecke, mit Schnulli, Daumen oder Milchflasche? Wir versuchen den Kindern den Rahmen für ihre Mittagspause so zu gestalten wie sie es von Zuhause kennen. Ein Rahmen der ihnen Sicherheit bietet.
„Ich bin nicht alleine im Raum“, von jedem Schlafplatz aus sehen die Kinder die anderen  Kinder und die anwesende (immer gleiche) Erzieherin.
Es ist wichtig die Schlafwache auch auf einer Matratze zu halten und „schlafen zu spielen“, also mit auf dem Boden zu liegen. Die Kinder warten darauf und fangen teilweise erst dann an zu entspannen, wenn die Erzieherin auch liegt.
„Uns ist wichtig, dass die Kinder in der Krippe zur Ruhe kommen können. Eine entspannte, abgedunkelte Atmosphäre, Dinge und Rituale von Zuhause, mit denen wir die eigene kleine Wohlfühloase schaffen, helfen den Kindern beim Entspannen und Einschlafen.

Alles zusammen beantwortet die Frage wie wir es schaffen, daß in der Regel wirklich alle Kinder mittags schlafen.

Ilsemarie Schulze-Iweleit

 

50 Jahre Kindertagesstätte St. Michaelis

Einladung zum Festgottesdienst am Sonntag, den 15.10.2017

um 11 Uhr in der St. Michaeliskirche Bienenbüttel

und anschließend zu unserem Mitmach-Fest rund um die Kita

Vom allgemeinen Priestertum aller Getauften und dem  allgemeinen Wahlrecht

„Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Gott helfe mir! Amen.“ Mit diesen Worten endet die Verteidigungsrede von Martin Luther auf dem Reichstag zu Worms. In diesen Worten spiegelt sich der Geist der Reformation: Ein einzelner Mensch, gestützt auf Bibel und Gewissen, widersetzt sich den Autoritäten in Kirche und Staat.
Die Reformation macht Ernst mit der Freiheit des Gewissens und mit der Unabhängigkeit des Einzelnen. Wie ein Lauffeuer hat sich die reformatorische Idee vom „Priestertum aller Getauften“ herumgesprochen.
Martin Luther konnte sagen: „Alles, was aus der Taufe gekrochen ist, das kann sich rühmen, dass es schon zum Priester, Bischof und Papst geweiht sei“.
In der Begrifflichkeit ist zunächst ausgedrückt, dass alle Christen durch Glaube und Taufe einen unmittelbaren Zugang zum göttlichen Heil haben, ohne auf priesterliche Vermittlung angewiesen zu sein. Daraus folgt aber auch die Wahrnehmung priesterlicher Aufgaben durch die Gläubigen, allen voran gegenseitige Fürbitte und Tröstung, nicht jedoch die Aufgabe der öffentlichen Predigt: Die Reformation ruft eine neue Zeit hervor: die Neuzeit, in der die Würde des Einzelnen und der Wert der eigenen Person wichtig werden.
Thomas Mann bemerkte: „In dem Luther die Unmittelbarkeit des Verhältnisses des Menschen zu seinem Gott herstellt, hat er die europäische Demokratie befördert, denn ‚Jedermann sein eigener Priester’, das ist Demokratie.“ Die reformatorische Idee eines allgemeinen Priestertums hat auch auf die spätere Idee eines allgemeinen Wahlrechts ausgestrahlt, das sich die Menschen in vielen Ländern erkämpft haben und noch erkämpfen. Es ist ein Fest der Demokratie, wenn am 24.September rund 62 Millionen wahlberechtigte Menschen einen neuen Deutschen Bundestag gewählt haben.
Zu hoffen ist, dass sich das politische Potenzial, das in der reformatorischen Idee vom „Priestertum aller Glaubenden“ steckt, nicht nur auf die politische Befreiung, sondern auch auf die materielle Befreiung des Einzelnen auswirkt. Neben das allgemeine Wahlrecht sollte das allgemeine Bürgergeld treten.
Das allgemeine Bürgergeld garantiert jedem Menschen ein bedingungsloses Grundeinkommen. Alle im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien haben dazu mittlerweile Vorschläge erarbeitet. Das allgemeine Bürgergeld wäre eine gesellschaftliche Aufgabe für die Zukunft, geboren aus dem Geist der Reformation: Der Einzelne kommt zu Stand und Wesen, weil er religiös, politisch und materiell ein selbstbestimmtes Leben führen kann.
„Hier stehe ich“, lautete dann die selbstbewusste Antwort einer jeden Bürgerin und eines jeden Bürgers. Auch heute noch ein weiter Weg zu dieser selbstbewussten Art des Auftretens und Eintretens für ein selbstbestimmtes Leben in der Verantwortung für sich, den Mitmenschen und die Christen auch vor Gott.

Auf diesem Weg zu einem selbstbestimmten Leben wünsche ich Ihnen den Mut und die Gewissheit unter dem Segen Gottes.

Es grüßt Sie auf diesem Weg herzlich

Pastor Jürgen Bade