Die zehn Gebote – Sechs Texte über die Zehn Gebote (6. Artikel und Abschluss)

Die zehn Gebote Sechs Texte über die Zehn Gebote (6. Artikel und Abschluss) Den Feiertag heiligen „Du sollst den Feiertag heiligen“, so übersetzt Martin Luther das letzte Gebot auf der ersten Tafel der Zehn Gebote. „Und was heißt das heiligen?“, werden Sie fragen. Sehr einfach: Diesen Tag als etwas Besonderes nehmen, und da normalerweise alle anderen Tage durch Arbeit geprägt sind, heißt es eben als Erstes: Nicht arbeiten. Interessant ist die Begründung, die in der Bibel dafür gegeben wird: Weil Gott bei der Schöpfung am siebten Tag ruhte und mit dieser Ruhe die Schöpfung erst vollkommen wurde, soll der Mensch eben auch am siebten Tage ruhen. Sollten Sie Arzt sein oder Krankenschwester, Busfahrer oder Bedienung im Restaurant, geht das nicht, ich weiß, und der Ruhetag, den Sie stattdessen bekommen, ist nur ein schwacher Ausgleich dafür. Deswegen gibt es dafür auch meistens die Sonntags- oder Feiertagszuschläge als finanzielle Anerkennung dafür, dass Sie arbeiten müssen während andere frei haben. Aber ob wir anderen am Sonntag nun unbedingt arbeiten müssen, im Haushalt oder am Schreibtisch, ob wir andere zur Arbeit zwingen sollten, bloß weil wir auch am Sonntag unsere frischen Brötchen haben wollen, oder das Shoppen eben auch am Sonntag möglich sein soll, das müssen wir uns fragen lassen. Ich glaube, wir verspielen damit ein großes Geschenk, das Gott an uns gemacht hat. Denken Sie mal darüber nach; und wenn Sie zum Schluss kommen, es wäre doch gut, Gott für dieses Geschenk des Ruhetages zu danken: Sonntags sind überall Gottesdienste auch in Bienenbüttel, immer um 10.00 Uhr in der St. Michaelis Kirche.

Pastor Jürgen Bade