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Die zehn Gebote – Sechs Texte über die Zehn Gebote (6. Artikel und Abschluss)

Die zehn Gebote Sechs Texte über die Zehn Gebote (6. Artikel und Abschluss) Den Feiertag heiligen „Du sollst den Feiertag heiligen“, so übersetzt Martin Luther das letzte Gebot auf der ersten Tafel der Zehn Gebote. „Und was heißt das heiligen?“, werden Sie fragen. Sehr einfach: Diesen Tag als etwas Besonderes nehmen, und da normalerweise alle anderen Tage durch Arbeit geprägt sind, heißt es eben als Erstes: Nicht arbeiten. Interessant ist die Begründung, die in der Bibel dafür gegeben wird: Weil Gott bei der Schöpfung am siebten Tag ruhte und mit dieser Ruhe die Schöpfung erst vollkommen wurde, soll der Mensch eben auch am siebten Tage ruhen. Sollten Sie Arzt sein oder Krankenschwester, Busfahrer oder Bedienung im Restaurant, geht das nicht, ich weiß, und der Ruhetag, den Sie stattdessen bekommen, ist nur ein schwacher Ausgleich dafür. Deswegen gibt es dafür auch meistens die Sonntags- oder Feiertagszuschläge als finanzielle Anerkennung dafür, dass Sie arbeiten müssen während andere frei haben. Aber ob wir anderen am Sonntag nun unbedingt arbeiten müssen, im Haushalt oder am Schreibtisch, ob wir andere zur Arbeit zwingen sollten, bloß weil wir auch am Sonntag unsere frischen Brötchen haben wollen, oder das Shoppen eben auch am Sonntag möglich sein soll, das müssen wir uns fragen lassen. Ich glaube, wir verspielen damit ein großes Geschenk, das Gott an uns gemacht hat. Denken Sie mal darüber nach; und wenn Sie zum Schluss kommen, es wäre doch gut, Gott für dieses Geschenk des Ruhetages zu danken: Sonntags sind überall Gottesdienste auch in Bienenbüttel, immer um 10.00 Uhr in der St. Michaelis Kirche.

Pastor Jürgen Bade

Den Spuren der „Lutherin“ folgen 

Reise über Grimma, Torgau und Wittenberg 12. – 16.Juni 2017

Über Luther wird anlässlich der Reformation vor 500 Jahren allseits gesprochen. Ohne seine Frau, die 26 Jahre sein Leben teilte und die Martin Luther liebevoll „Herr Käthe“ nannte, wäre möglicherweise vieles anders gekommen.
Im Jahr des Reformationsjubiläums veranstaltet die Ev. Familien-Bildungsstätte Uelzen eine Drei-Städte-Reise auf den Spuren der „Lutherin“ Katharina von Bora, die als eine der emanzipiertesten Frauen der damaligen Zeit galt. Vom 12. – 16.Juni 2017 werden die Gedenkstätten und Sehenswürdigkeiten besucht, die im Leben Katharina von Boras wichtig waren. Die Reisegruppe unter der Leitung von Renate Barthel und Thomas Garbers folgt den Lebensstationen von „Herrn Käthe“. Im Kloster Nimbschen bei Grimma lebte sie als Nonne. Von dort gelang ihr mit Hilfe Luthers die spektakuläre Flucht aus den Kirchenmauern. In der Lutherstadt Wittenberg feierte das Paar im Juni 1525 Hochzeit, hier war ihr Lebensmittelpunkt. Als in Wittenberg die Pest ausbrach -Martin war schon tot- floh Katharina nach Torgau, wo sie nach einem Kutschenunfall starb.
Grimma wuchert mit 450 Einzeldenkmälern in der Altstadt, darunter mit Schloss, der ehemalige Fürsten-  und Landesschule oder dem imposanten Rathaus. Große Namen wie Schiller, Göschen, Seume oder Goethe verhalfen in der Blüte der Buchdruckkunst Grimma zum Titel Literaturstadt“. Katastrophale Jahrhundertfluten zerstörten zweimal in den letzten Jahren die Altstadt – und die Bürger bauten sie wieder auf.
Wittenberg ist in den Fokus der gesamten christlichen Welt gerückt. Ein Feuerwerk von hochkarätigen Veranstaltungen für Kunst-, Kultur- und Geschichtsbegeisterte, das seinesgleichen sucht, wird anlässlich der Lutherdekade bis 2017 veranstaltet. Alleine vier UNESCO-Stätten des Weltkulturerbes und das weltgrößte reformationsgeschichtliche Museum liegen in dieser berühmten Stadt.
Torgau, die einstige Residenz sächsischer Fürsten, hat noch einen fast vollständig erhaltenen historischen Stadtkern mit prächtigen Renaissance-Bürgerhäusern. Katharinas Grabstein ist in der Stadtkirche St. Marien zu finden.
Das alles wird während der Spurensuche auf thematischen Führungen erkundet.

Ab sofort kann die Reise gebucht werden (Nr. B 6200).

Weitere Informationen zum Reiseverlauf und den Kosten:
Ev. Familien-Bildungsstätte, Bahnhofsweg 12+14, 29525 Uelzen Tel. 0581/97991-0, E-Mail: info@fabi-uelzen.de, www.fabi-uelzen.de

Ein Jahr café welcome in unserer Gemeinde

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Jeden Dienstagnachmittag stehen viele Fahrräder vorm Gemeindehaus, ein Duft von Kaffee und Chai weht durch das Haus und es finden sehr herzliche Begrüßungen statt.
Es ist wieder einmal café welcome.
Nach und nach kommen all diejenigen zusammen, die Freude  daran haben, zusammen zu sitzen, sich zu unterhalten, zu spielen oder auch gemeinsam zu singen.
Seit einem Jahr nun ist das Café welcome zum Treffpunkt für Jung und Älter geworden- all die Geflüchteten, die in Bienenbüttel ein neues „Zuhause“ gefunden haben und ein Team von engagierten Frauen und Männern, die Freude an der Begegnung haben.
Manchmal schauen auch Zaungäste vorbei, die die Möglichkeit nutzen, unsere neuen Mitbürger kennenzulernen.
Zur Café welcome Zeit gibt es Lustiges, Melancholisches oder auch Trauriges zu berichten und anzuhören. Es ist die Zeit, in der die Menschen aus dem Irak, aus Syrien oder aus Afrika aus ihrer Heimat berichten, aus Zeiten vor den jetzt unerträglichen Zuständen, von ihren Fluchterlebnissen und von ihrem neuen Leben hier in Deutschland, von ihren Erwartungen und Hoffnungen, ihren Wünschen und ihren grossen Sorgen. Es sind die Sorgen um ihre Liebsten in ihrer Heimat.

In diesem Jahr sind einige Männer Väter geworden – ihre Kinder und sie konnten sich bisher noch nicht in die Arme schliessen.
Andere haben in diesem Jahr Freunde und Familienangehörige verloren weil sie auf der Flucht umgekommen sind oder durch mangelnde Versorgung an Krankheiten verstorben sind.
Alle Geflüchteten haben in diesem einen Jahr begonnen, deutsch zu lernen, manchen fällt es leicht, andere mühen sich sehr mit den Tücken der deutschen Sprache.
Aber immer Dienstagnachmittag ist die Zeit, sich in warmer Athmosphäre zu begegnen, sich als Gemeinschaft zu erleben, gemeinsame Aktivitäten zu starten und einfach Spass zu haben.
Ein junger Mann aus Afrika hat es einmal so gesagt: if I come to the café welcome I feel so welcome….

Christine Oehlmann

Das Café welcome hat eine neue Öffnungszeit – jeden Dienstag von 16 – 18 Uhr

Keine neue Kirchensteuer!

Informationen zum geänderten Erhebungsverfahren der Kirchensteuer auf Kapitalertragsteuer (Abgeltungssteuer) ab 2015
Liebe Gemeindeglieder, zurzeit weisen Banken, Kreditinstitute oder Versicherungen ihre Kunden darauf hin, dass sie die Kirchensteuer auf Kapitalerträge (also zum Beispiel auf Zinsen) ab dem 1. Januar 2015 automatisch einbehalten werden. Dazu möchten wir Ihnen gerne einige Informationen weitergeben:

* Das Wichtigste zuerst: Es geht ausschließlich um die Vereinfachung eines Verfahrens – es gibt keine neue Steuer und keine Steuererhöhung! Weiterlesen

Die Kirchengemeinde St. Michaelis lädt am 27. Januar um 19.00 Uhr herzlich zum 1. Treffen des Unterstützerkreises für Flüchtlinge ins Gemeindehaus ein.

Flüchtlinge, die unter Einsatz Ihres Lebens aus krisengeschüttelten Regionen bzw. Kriegsgebieten in unser Land gekommen sind, brauchen unsere Unterstützung.
Wir möchten an diesem ersten Abend herausfinden, welche konkreten Hilfen benötigt werden und wer welche Unterstützung anbieten kann.
Viele Talente, Ideen und helfende Hände sind nötig – lassen Sie uns gemeinsam beginnen!

Ich glaube an gar nichts.

Die deutsche Band „Klee“ hat einen Song geschrieben, der „Zwei Fragen“ heißt. Die beiden Fragen heißen: „Wofür lebst du? Woran glaubst du?“ Auf diese Fragen kommt es anscheinend an. Und deswegen möchte ich mit Ihnen über „Glaubenssätze“ nachdenken, nicht aus der Bibel oder einem Andachtsbuch. Über Glaubenssätze, die man eben so sagt im Gespräch, und die Lebenseinstellungen erkennen lassen. Glaubenssätze? Manch einer zuckt vielleicht mit den Schultern und sagt: „Ich glaube an gar nichts!“
Entschuldigen Sie, aber eben auch das ist ein Glaubenssatz. Auch wenn das ein Glauben an ein Nichts, eine Null ist. Mag ja sein, dass derjenige damit meint, dass er jegliche Vorstellungen von Gott oder einem höheren Wesen ablehnt. Nur dem Wortlaut nach sagt er etwas anderes, und es ist relativ einfach, ihm nachzuweisen, dass er Unrecht hat. Natürlich glaubt er daran, dass an einer Kreuzung die Autofahrer halten, denen die Ampel „Rot“ zeigt; vertraut er darauf, dass der Bäcker ihn nicht vergiften will, und er darum Brot und Brötchen essen kann. Wir können gar nicht in unserer Welt leben, wenn wir nicht immer wieder auf den guten Willen, die Fähigkeit, die Redlichkeit oder Gesetzestreue der anderen vertrauten, also an sie und ihr Tun glaubten. „An gar nichts glauben“ im wirklich radikalen Sinn, das geht nicht. Nur: Dieser Glaubenssatz macht deutlich, dass die Gruppe „Klee“ recht hat: Es ist nicht die entscheidende Frage, ob jemand glaubt, sondern woran er glaubt.

Pastor Jürgen Bade

Drei Farben für ein besseres Leben

Ruanda: Fast jedes zweite Kind in dem ostafrikanischen Land leidet an Mangelernährung. Die Organisation CSC (Centre des Services aux Coopératives) hilft armen Familien in der Region Muhanga beim Anlegen von Hausgärten. Dort ernten sie Papaya, Spinat, Paprika und Bohnen – und können sich so gesünder und ausgewogener ernähren.
Ihre Spende hilft
Wenn Sie das Projekt „Drei Farben für ein besseres Leben“ in Ruanda unterstützen möchten, überweisen Sie bitte Ihre Spende mit dem Stichwort „Ernährung“ auf folgendes Konto von Brot für die Welt:
Konto-Nr. 500 500 500, BLZ 1006 1006, Bank für Kirche und Diakonie IBAN: DE10 1006 1006 0500 5005 00, BIC: GENODED1KDB

Wenn mehr Spenden eingehen, als das Projekt benötigt, dann wird wir Ihre Spende für ein anderes Brot-für-die-Welt-Projekt im Bereich Ernährung eingesetzt.
Die Kirchengemeinden im ev.-luth. Kirchenkreis Uelzen unterstützen dieses Projekt mit ih­ren Gottesdienst-Kollekten am 1. Advent, an Heiligabend und Silvester. Darüber hinaus können Sie die ge­füllte „Brot-für-die-Welt“-Spendentüte jederzeit in die Kollekte legen.
Übrigens: Für das letztjährige „Brot-für-die-Welt“-Projekt („Kick in ein besseres Leben“ – Freizeit- und Bildungsangebote für brasilianische Kinder und Jugendliche) wurden im ev.-luth. Kirchenkreis Uelzen 77.787,16 Euro gespen­det. – Dafür sagen wir herzlichen Dank!

Text: Martina Hahn Foto: Karin Desmarowitz

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