Kindertagesstätte

Wie schaffen Sie es eigentlich, daß mittags alle Kinder in der Krippe schlafen?

Eltern und Großeltern, die zum ersten Mal in die Krippe kommen und sich die Räumlichkeiten angucken, können sich gar nicht vorstellen wie wir es schaffen, daß die Kinder mittags wirklich schlafen. Daß alle Kinder gemeinsam wirklich schlafen.
Zuerst einmal: schlafen ist bei uns kein Zwang! Wenn Kinder nicht schlafen möchten, wollen oder können, müssen sie es auch nicht!
Unser Schlafraum heißt „Sternenzimmer“. Er bietet genug Platz die individuellen Schlafbedürfnisse, die Vorlieben der Kinder, zu berücksichtigen.
Die Kinder schlafen in Gitterbettchen, Reisebetten oder auf Matratzen auf dem Boden. Je nach dem was die Kinder von Zuhause kennen und was sie bevorzugen.
Mit Kissen oder lieber ohne, im Body oder im Schlafanzug, mit Bettdecke oder im Schlafsack, mit Spieluhr oder mit einem gesungenen Lied, mit Kuscheltier oder Kuscheldecke, mit Schnulli, Daumen oder Milchflasche? Wir versuchen den Kindern den Rahmen für ihre Mittagspause so zu gestalten wie sie es von Zuhause kennen. Ein Rahmen der ihnen Sicherheit bietet.
„Ich bin nicht alleine im Raum“, von jedem Schlafplatz aus sehen die Kinder die anderen  Kinder und die anwesende (immer gleiche) Erzieherin.
Es ist wichtig die Schlafwache auch auf einer Matratze zu halten und „schlafen zu spielen“, also mit auf dem Boden zu liegen. Die Kinder warten darauf und fangen teilweise erst dann an zu entspannen, wenn die Erzieherin auch liegt.
„Uns ist wichtig, dass die Kinder in der Krippe zur Ruhe kommen können. Eine entspannte, abgedunkelte Atmosphäre, Dinge und Rituale von Zuhause, mit denen wir die eigene kleine Wohlfühloase schaffen, helfen den Kindern beim Entspannen und Einschlafen.

Alles zusammen beantwortet die Frage wie wir es schaffen, daß in der Regel wirklich alle Kinder mittags schlafen.

Ilsemarie Schulze-Iweleit

 

50 Jahre Kindertagesstätte St. Michaelis

Einladung zum Festgottesdienst am Sonntag, den 15.10.2017

um 11 Uhr in der St. Michaeliskirche Bienenbüttel

und anschließend zu unserem Mitmach-Fest rund um die Kita

Schlau, frei ,mutig und von Gott geliebt –  Martin Luther in der Kita

 


Unter diesem Motto fand eine Fortbildung für Erzieherinnen statt, an deren Ende ich (und alle anderen TeilnehmerInnen auch), zur Lutherbotschafterin ernannt wurde.
Hochmotiviert stürzte ich mich mit den zukünftigen Schulkindern auf das Thema Gerechtigkeit.
Fast alle Kinder konnten sofort sagen was sie ungerecht fanden:
– es ist ungerecht, wenn … mich immer „rein legt“,
– wenn einer vordrängelt,
– dass die Kinder früher nicht zur Schule gehen durften….
Erstaunlicherweise fiel es ihnen schwer zu sagen was Gerechtigkeit,  bzw. gerecht ist.

Währen der Projektwoche spielte ich mit den Kindern die Geschichte/das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg nach(Matthäus 20,1-15):Ein Mann sucht dringend Arbeiter, die ihm bei der Weinlese helfen. Die Trauben sollen noch an diesem Tag abgeerntet werden. Er bietet ihnen einen  Silbertaler zum Lohn. Am Mittag merkt er dass die Arbeiter nicht fertig werden und begibt sich abermals auf die Suche nach Arbeitern. Später merkt er dass auch diese Arbeiter nicht reichen und stellt weitere Arbeiter ein…
Am Abend sind die Trauben gelesen und der Weinbergbesitzer gab jedem der Arbeiter seinen Lohn: Einen Silbertaler. Die Arbeiter, die schon morgens eingestellt wurden, beschwerten sich und fanden es ungerecht, dass sie den gleichen Lohn erhielten wie die anderen Arbeiter, obwohl diese doch nur wenige Stunden gearbeitet hatten, während sie sich schon seit dem frühen morgen abgerackert hatten.
Der Weinbergbesitzer antwortete ihnen. Ein Silbertaler war abgemacht und den habt ihr bekommen.
Ich tue Euch nicht unrecht: Nehmt was euer ist und geht!
Ich will aber diesem Letzten dasselbe geben wie euch. Denn ich brauchte seine Hilfe genauso wie Eure. Ich finde das gerecht! (Frei nach der Übersetzung von Martin Luther)
Im Gegensatz zu den Arbeitern protestierten die Kinder hier nicht darüber, dass alle den gleichen Lohn erhielten- egal ob sie morgens, mittags oder erst am Abend mit der Arbeit anfingen! Im Gegenteil: Sie freuten sich über ihr „verdientes“ Geld.
Zunächst war ich sehr erstaunt darüber. Ich fragte mich, ob das Thema Gerechtigkeit zu abstrakt ist für 5-6 jährige Kinder. Dachte,vielleicht können sie sich unter dem Wert des Geldes nichts vorstellen.
Ich hatte mich also gefühlsmäßig mit den ersten Arbeitern im Weinberg identifiziert, während die Kinder ganz ihrem Bauchgefühl folgten und genau wie Jesus die Arbeit jedes einzelnen schätzten.
Was ist also gerecht – was ungerecht?
Was denken Sie?
Im Verlauf dieser Woche ging es auch darum, dass Martin Luther es ungerecht fand, dass nur die Gelehrten die (auf Latein geschriebene) Bibel lesen konnten. Er übersetzte nicht nur die Bibel ins Deutsche, er setzte sich auch dafür ein, dass jeder Mann, jede Frau und jedes Kind lesen und schreiben lernen dürfen.
Wir probierten wie es ist wie Martin mit einer echten Feder und Tinte zu schreiben und erfuhren, wie schwer es ist diese Tinte von den Fingern zu bekommen. Wir sangen ein Lied übers Teilen und malten und diskutierten.
Am Ende stellten wir fest, wie schwer es ist gerecht zu sein, obwohl jeder  gerecht behandelt werden möchte.

Marion Sauer

Kindersprüche aus der Kindertagesstätte St. Michaelis

Beeren
Ein Kind möchte Johannisbeeren pflücken.
„Aber erst wenn die Johannisbeeren  rot sind“
sagt eine Erzieherin. „ Dann sind es doch Erdbeeren“ antwortet das Kind.

Mit der Igelgruppe dem Müll auf der Spur

Bei einem unserer Spaziergänge zum Spielplatz in Bienenbüttel entdeckten unsere Kinder Müll. Einwegfalschen, Verpackungen oder auch Dosen am Wegesrand, die oftmals achtlos ins Gebüsch geworfen wurden.
Auf die Frage „Warum liegt das dort?“ und „Was ist Müll?“ wurde aus der Neugier der Kinder unser neues Thema.
Wir sprachen über Nachhaltigkeit und versuchten herauszufinden: Was kann ich noch einmal benutzen?
So wurden aus Joghurtbechern plötzlich Blumentöpfe, die vorher von den Kindern bemalt worden waren.
In den Blumentöpfen hatten die Kinder Blumensamen gesät, die nun in vielen verschieden Farben blühen.
Das spannendste Thema für die Kinder war das Müllsammeln und sortieren.
Unsere Kinder hatten alle Hände voll zu tun: mit Zangen, Handschuhen und Müllsäcken zogen unsere Kinder durch Bienenbüttel, um Müll zu sammeln.
Auch in der Waldwoche haben unsere Kinder fleißig gesammelt und auf der ersten Tour haben die Kinder 3 Müllsäcke gefüllt.
Die Kinder waren hochmotiviert und fast schon enttäuscht, wenn sie mal keinen Müll gefunden haben.
Nach jeder Runde Müllsammeln und dem Blick auf ihre vollen Säcke waren die Kinder zu Recht sehr stolz auf sich.
Noch immer fragen Kinder, wenn sie beim Spaziergang Müll entdecken: „Wer macht so was?“
Denn die Kinder möchten ohne Müll am Wegesrand spazieren gehen.
Einige der Kinder bringen nun weniger Müll in ihren Brotdosen mit (z.B kein Brot in Alufolie gewickelt).

Den Kindern ist der Umgang mit der Natur bewusster geworden und sie lernten die Natur wert zu schätzen. „Wir möchten nicht im Müll leben!“, sagte ein Kind.

Ann Kathrin Liersch

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Kindersprüche aus der Kindertagesstätte St. Michaelis

Der Mückenstich
Ein Kind zeigt auf einen Mückenstich und fragt: “Was ist das? “Eine Erzieherin antwortet: „Ein Mückenstich“ Darauf das Kind:“ Ich wurde gemückt.“

Kindersprüche aus der Kindertagesstätte St. Michaelis

Feiertag

„Ich weiß welcher Feiertag morgen ist.
Nämlich Gottesfahrt“

Familiengottesdienst zum Reformationsjubiläum

Am 7. Mai feierte das Kitateam gemeinsam mit Pastor Bade einen Familiengottesdienst zum Thema Martin Luther. In der Kita wird seit Wochen an diesem Thema gearbeitet. Als Spielszenen  wählte das Vorbereitungsteam  den Ablasshandel, ein Gespräch Luthers mit seiner Frau und eine Szene vor der Wittenberger Schlosskirche aus. Zum ersten Mal waren als Mitspieler alle Mitarbeitenden des Kitateams, teilweise in verschiedenen Rollen, im Altarraum zu sehen. Das Thema Reformation wurde so zwar kurzweilig und doch sehr einprägsam dargeboten. Für die musikalische Begleitung sorgten diesmal die Kitakinder mit verschieden Orffinstrumenten.
Die Besucher waren begeistert von den schauspielerischen Talenten und freuen sich schon jetzt auf weitere Familiengottesdienste mit dem Kitateam.

Heiko Metzler