„Ohne Sucht leben“ – die Selbsthilfegruppe für Alkoholiker und Angehörige

Die Alkoholiker – Selbsthilfegruppe „Ohne Sucht Leben“ besteht seit 1996. Man hilft sich, trocken zu bleiben, indem man miteinander redet und zuhört. Grundlage der Gruppe ist Vertrauen durch absolute Diskretion. Niemand braucht sich zu sorgen, dass etwas publik wird.

Alles, was während eines Abends gehört und gesehen wird, bleibt in den Räumen !

Alkoholismus ist eine Familienkrankheit, bei der nicht nur der Alkoholiker leidet, sondern auch seine Angehörigen in schwere Mitleidenschaft gezogen werden. Darum ist es sehr wichtig, allen Betroffenen Hilfe anbieten zu können.
Aus eigener Erfahrung können die Teilnehmer gut nachempfinden, wie schwer es fällt, um Hilfe zu bitten und Hilfe anzunehmen, und es gehört eine Menge Mut dazu, den ersten Schritt zu tun und sich einer Gruppe anzuvertrauen.

Es gibt keinen „Cheftherapeuten“, aber gut ausgebildete Suchtkrankenhelfer und Gruppenleiter, die für einen geregelten Ablauf der Gruppenabende Sorge tragen und dabei von der Gruppe unterstützt werden. Eines der Mitglieder leitet den Abend als Moderator, seine Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, die Wortmeldungen der Teilnehmer zu notieren, die dann der Reihenfolge nach ohne Einschränkungen zur Rede kommen.

Der eigentliche Verlauf eines Gruppenabends sieht so aus:  Man sitzt auf Korbsesseln um einen niedrigen Tisch in einem hellen und gemütlichen Raum. Es gibt verschiedene Sorten von Erfrischungsgetränken sowie Kaffee und Tee zu trinken. Zu Beginn stellt sich jeder Anwesende mit seinem Vornamen vor, sagt, ob er Alkoholiker oder Angehöriger ist und wie er sich gerade fühlt. Man nennt das die „Befindlichkeitsrunde“. Dabei geht es nicht darum, einen Stundenplan der letzten Tage abzuspulen, sondern in der Tat um den Augenblick, in dem man sich befindet.

Zuerst wird gefragt, ob jemand ein dringendes Problem oder ein Anliegen hat, dass er gerne in der Gruppe besprochen hätte, oder Fragen die noch nicht beantwortet wurden. Meistens ergibt sich ein Thema aus den Beiträgen der Befindlichkeitsrunde, oder man führt einen speziellen Themenabend durch, z.B. Referate über Rückfallvorbeugung oder andere, die Suchterkrankung betreffende Themen. Manchmal werden auch auswärtige Referenten zu einem Abend eingeladen. Die Themen sind vielschichtig und müssen nicht immer nur mit Alkohol zu tun haben. Wer das Wort hat, darf ausreden, ohne unterbrochen zu werden und sagt, wenn er fertig ist.
Ein Gruppenabend endet mit einer Abschlussrunde, bei der jeder Teilnehmer ein kurzes Feedback über den Abend gibt. Wichtig ist, dass jeder nach einem Gruppenabend zufrieden nach Hause geht, sich gestärkt fühlt und seinen „Akku“ wieder voll aufgeladen hat.

Alle, die zu der Gruppe finden wollen, sind herzlich willkommen, einen Dienstagabend in angenehmer Umgebung unter gleichgesinnten und entspannten Menschen zu verbringen. Es besteht keine Anwesenheitspflicht und es werden auch keine Beiträge erhoben.

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Es ist nicht schlimm, hinzufallen, aber es ist schlimm, nicht wieder aufzustehen…

 

Termin: jeden Dienstag um 19.30 Uhr im Gemeindehaus (Gruppenzimmer) – Telefon 0170-1121597