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Delegationsreise nach Südafrika, in den  Partnerschaftskirchenkreis Ondini

Bericht Südafrika Pauline Bade

Was erwartet mich in Südafrika in unserem Partnerkirchenkreis Ondini? Wo werde ich wohnen? Wer ist meine Gastfamilie? Was werde ich erleben? Werde ich mich verständigen können? Werden die Menschen mich mögen? Kann ich die Partnerschaft bereichern?

Mit diesen und noch viel mehr Fragen in meinem Kopf befand ich mich am 21. Oktober 2014 zum Abschiedssegen in der Kirche in Kirchweyhe. Gleich würden wir mit dem Bus zum Hannover Flughafen fahren und von dort aus nach Johannesburg, Südafrika. Nach einer fast 20 Stunden langen Reise sind wir in Südafrika gelandet und fuhren mit einem Minibus Richtung Ondini nach KwaZamokuhle, wo wir im Diakoniecenter untergebracht waren. Auf der 4 Stunden langen Fahrt gab es viel zu sehen: Der ungewohnte Linksverkehr, die besondere Landschaft, die ersten Tafelberge, flüchtige Eindrücke des südafrikanischen Lebens… Im Diakoniecenter angekommen haben wir uns zunächst umgeschaut, die Zimmer bezogen und eigentlich wollte ich duschen, doch ich stellte fest, so einfach wie in Deutschland, ist es in Südafrika nicht mit der Wasserversorgung. Nachdem die ersten kalt duschen konnten war das Wasser in den Duschen schon verbraucht. Also musste ich mich in einer Wanne mit Hilfe eines Eimers, den ich mit Wasser füllte und mir über den Kopf schüttete, waschen. Das Wasser war kalt und roch unangenehm nach Schwefel. Es war alles sehr ungewohnt und anders. Die ersten Tage in KwaZamokuhle erkundigten wir das Gelände des Diakoniecenters, gingen in die Kapelle zur morgendlichen Andacht gemeinsam mit den Arbeiterinnen vor Ort. Wir stellten uns ihnen vor, hörten erste südafrikanische Lieder auf Zulu und versuchten mitzusingen, lernten Wörter auf Zulu, führten erste, etwas unsichere Gespräche, besichtigten die Oblaten Bäckerei und viele andere Projekte auf dem Gelände. Und dann kam der Tag, an dem wir in unsere Partnergemeinden fuhren. Für Sigrid Grote und mich ging es nach Mhlangana, der Partnergemeinde von Bienenbüttel und Wichmannsburg. Nachdem wir lange auf unsere Abholung warten mussten, erreichten wir nach einer ca. 2 Stunden langen Autofahrt Mhlangana. Noch so eine ungewohnte Situation: Wenn man sich um 15.00 Uhr verabredet, dann ist damit in Südafrika eher 16.00 oder 17.00 Uhr gemeint. Das eine oder andere Mal warteten wir über eine Stunde auf unsere südafrikanischen Gastgeber. In Mhlangana angekommen wurden wir herzlich von unserer Gastmutter und Gastschwester begrüßt. Und nicht nur dort, sondern auch bei Spaziergängen durch Mhlangana wurde man oft angesprochen, herzlich begrüßt und man spürte die Freude der Menschen darüber, dass wir da waren. Der Pastor von Mhlangana, Esaak, erzählte uns, dass es gut sei, dass wir da seien, weil die Menschen so ein Zeichen der Partnerschaft wahrnehmen könnten. Ich begann zu verstehen, wie wichtig die gemeinsamen Besuche für die Partnerschaft sind. Erst durch den persönlichen Kontakt kann man einander besser verstehen. Neben der Herzlichkeit und Freundlichkeit der Menschen ist mir immer noch ihr unglaublich fröhlicher Gesang im Ohr. Deswegen habe ich mich besonders auf die Gottesdienste und Andachten gefreut, nicht etwa wegen der Predigt, da diese meistens auf Zulu war und man nur wenig verstanden hat. Wenn ein Lied gesungen werden soll, dann stimmt einer in der Gemeinde an und alle anderen stimmen nach und nach mehrstimmig ein. Es gibt gute Solisten unter ihnen und es wird immer zum Gesang rhythmisch getanzt. Es macht viel Freude beim Hören und lädt zum Mitmachen ein.

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus meiner Zeit in unserem Partnerkirchenkreis Ondini. Was für mich bleibt, sind die vielen unterschiedlichen Eindrücke, die freundlichen und zu Herzen gehenden Begegnungen und die Verbundenheit zu den Menschen dort durch die Partnerschaft und den gemeinsamen Glaube.

Zum Schluss möchte ich noch Danke sagen: Danke an den Kirchenvorstand von Bienenbüttel, der durch seine finanzielle Unterstützung diese Reise und auch meine Reise nach Äthiopien erst für mich möglich gemacht hat. Danke auch an alle Interessierten in der Gemeinde, die zu unserem Südafrika-Abend am 29. Januar gekommen sind und die mich auf der Straße angesprochen und sich erkundigt haben über meine Zeit in Südafrika.

Darüber habe ich mich sehr gefreut!

Pauline Bade