Menschen in der Gemeinde

Einzelne Menschen haben besondere Berufungen oder Begabungen, wie wir sie in dieser Rubrik schon vorgestellt haben. Diese übernehmen besondere Aufgaben  und tun dieses mit Verantwortung und  zum Nutzen der ganzen Gemeinde. Was aber ist mit uns allen?  Eine Gemeinde lebt von ihren Menschen. Mit ihrem ehrenamtlichen oder beruflichen Engagement prägen sie ihre Heimat, schaffen Lebensqualität und tragen dazu bei, sie zukunftsfähig zu machen.
Im Neuen Testament finden wir die Begriffe „Gemeinde“ und „Menschen“  recht häufig. Es beschreibt damit in erster Linie eine Gemeinschaft von Menschen, die in Jesus glauben. Hierfür finden wir im Neuen Testament verschiedene Bilder, zum Beispiel: Das Bild der Familie. Gemeinde als Familie bedeutet: Dass sich Gemeindemitglieder untereinander so liebevoll verhalten, wie es in einer Familie im Normalfall üblich ist. Ein weiteres Bild für Menschen und Gemeinde zeichnet uns das Neue Testament im Körper. Der Körper (Gemeinde) der aus vielen wichtigen Organen (Menschen) besteht. Jedes Organ erfüllt eine bedeutende Aufgabe für den Körper und ist letztlich unersetzlich. Das Haus bzw. der Tempel ist das Bild einer Gemeinde, die von den Menschen gebaut und gestaltet wird. Das Ziel ist es nicht das Leben  einiger Menschen ein bisschen angenehmer zu machen. Es geht vielmehr darum, dabei zu sein und etwas für die Gemeinschaft und somit auch für sich zu tun.
Die Herausforderung an die Menschen in einer Gemeinde liegt darin,  respektvoll miteinander umzugehen, andere  Menschen und Meinungen zu  achten und verantwortungsvoll  und gerecht zu handeln. Aber nichts ist perfekt. Wir alle sind Menschen mit Fehlern und Schwächen. Menschen können anstrengend sein, es kann Missverständnisse und Verletzungen geben. Deshalb sind auch Beziehungen innerhalb und zu anderen Gemeinden weder perfekt noch angstfrei. Trotzdem lebt Gemeinde und ihre Menschen von und in diesen unvollkommenen Beziehungen. Wenn Vergebung und immer wieder ein neuer Anfang möglich ist und  wenn Menschen ihre Schwachheit eingestehen und Masken ablegen, dann kann es zu einer tollen Einheit kommen, so wie sie sich Jesus für die Gemeinde mit Menschen gewünscht hat.

Frank Schmolke